Der Imagefilm ist tot

123 Der Imagefilm ist tot – es lebe der Imagefilm

Ja er lebt noch, er lebt noch, er lebt noch…

Imagefilm ist tot.nicht

So würden übrigens junge Leute heute diesen Satz negieren. Statt zu schreiben der Imagefilm ist nicht tot, würden das nicht einfach als einzelne Wort unmittelbar an den Punkt gehängt. Und das bringt uns schon gleich auf den Punkt.

Nicht der Imagefilm ist tot, sondern die Art wie diese seit Ewigkeiten bisher produziert wurden. Und von vielen auch noch heute produziert werden.

Jüngere Generationen haben eben andere Gewohnheiten und andere Wünsche.

Was sind denn die neuen Sehgewohnheiten?

Das auffälligste sind vor allem folgende Punkte:

  • Tempo von Bewegung und Schnitte / Speed
  • Toneffekte /soundfx
  • Authentizität / authentic
  • Glaubwürdigkeit / credibility
  • Persönlichkeit / personality

Gehen wir das mal im einzelnen durch:

Ein langatmiger Imagefilm ist tot

Nicht nur junge Leute sind mit Aktionserien, Computerspielen und schnellen Autos groß geworden. Selbst die Generation zwischen 30 und 40, kennt ja kaum noch etwas anderes. Früher, ja früher einmal waren sogar in Imagefilmen einzelne Szenen 6-10 Sekunden lang.

heute sind ganze Videospots in facebook, Instagram, TikTok und. anderswo ganze 15 Sekunden! Da ist die Aufmerksamkeitsspanne gering.

Früher funktionierte in Werbung und Imagefilmen dieses „Mein Haus, Mein Boot, mein Auto, meine Sekretärin“, nahezu perfekt. Angesichts des Überfluss  der Wohlstandsgesellschaft, sind solche Dinge nichts mehr, was Zuschauer vom Hocker haut.

Apropos vom Hocker hauen

Moderne Imagefilme werden fast ausnahmslos online gesehen. Bei den meisten Menschen ist gerade auf mobilen Geräten der Ton dabei ausgeschaltet. Entweder weil man ihn nicht ständig hören will. Oder was noch öfter der Fall ist, weil man seine Mitmenschen im Bus, in der Bahn oder den Räumlichkeiten wo man sich gerade aufhält, nicht beschallen möchte.

Also wozu dann Toneffekte?

Um genau die Zielgruppe, die den optischen Inhalt bereits ansprechend findet mit Toneffekten noch mal abzuholen. Das gibt den Eindruck, nicht nur optisch abwechslungsreich und modern aufgestellt zu sein, sondern bestätigt die Handlung des Zuschauers. Er bekommt da Gefühl richtig gehandelt zu haben indem er sich auf den ton einlässt.

Natürlich dürfen das nur dezente Effekte sein die zum Unternehmen und den Inhalten passen. Aber vor allem muss der gesamte Toneindruck absolut Top ein. Denn obwohl heute wackelige oder unruhige Kameraaufnahmen als „authentisch“ eingestuft werden, kennen Kunden bei schlechtem Ton keine Gnade und sind blitzschnell weg!

So ähnlich verhält sich das mit dem nächsten Punkt

Ein stocksteifer Imagefilm ist tot

Authentizität ist derzeit ein stark überstrapazierter Begriff. Allerdings ist sie online überlebenswichtig. Ich gehe bei meinen Produktionen sogar soweit, dass ablesen, auswendig lernen oder vorsagen nicht zugelassen wird!

Ja, authentisch zu wirken, kann zwar jeder Unternehmer, aber wenn erstmal die Kamera läuft…

Aber vor der Kamera von der Kanzel herab zu dozieren, diese Art Imagefilm ist tot, töter gehts gar nicht 😉 Warum braucht man denn heute unbedingt Authentizität?

Das gute ist, mann kann sie selbst trainieren. Oder sich von Regisseuren wie mir „heraus kitzeln“ lassen. Keine Angst das ist nicht wörtlich gemeint! Aber sie ist zwingend erforderlich, damit die eigene Zielgruppe dem Unternehmen online glaubt.

Denn nur die verleiht dem Unternehmen  Glaubwürdigkeit. Und nur…

Glaubwürdigkeit schafft Vertrauen

Glaubwürdigkeit ist die wichtigste Währung im Internet. Etliche Bewertungs- und Trust-Portale die über die Jahrzehnte geschaffen wurden, belegen das mit Nachdruck. Und obwohl es schwarze Schafe dabei gibt, ist ein Verzicht auf Glaubwürdigkeit, mit einem Selbstmord des Unternehmens gleichzusetzen.

Zu sehr wurde bereits überall Transparenz geschaffen. Und wenn es trotz ihrer Macht, nicht einmal hochrangige Politiker schaffen, Lug und Trug wirklich geheim zu halten, wie sollen Unternehmen das schaffen?

Dabei ist es für Nicht-Politiker, die nicht gezwungen sind ständige ihre Standpunkte zu ändern, gar nicht so schwer, mit Authentizität zu mehr Glaubwürdigkeit zu kommen.

Einfach nicht auf das wichtigste Element eines guten modernen Imagefilms verzichten. Denn…

Ohne Persönlichkeit ist jeder Imagefilm tot

Und mit Persönlichkeit meine nicht nur die Personen vor der Kamera.

Auch die Persönlichkeit des Unternehmens.

Gibts nicht denkst du?

Hast du schon mal beim Betreten eines Werksgeländes erahnt, wie die internen Strukturen und Abläufe gehandhabt werden? Oder ist dir beim Gespräch mit einigen Mitarbeitern fast schon klar, ob es in der Kantine laut oder bedächtig zugeht?

Das liegt einfach an der Persönlichkeit des Unternehmens.

Und diese Unternehmens-Persönlichkeit für Interessenten, Bewerber, Kunden oder nur Zuschauer sichtbar zu machen, dafür braucht man einen modernen und glaubwürdigen Imagefilm.

Also nicht der Imagefilm ist tot, sondern es lebe der moderne Imagefilm!

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